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Hochwertige kulturelle Angebote sachsenweit

Gesagt

Kultur in den ländlichen Regionen fördern. (© Torsten Becker - Fotolia.com)

Getan

Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz

40 Mio. Euro zusätzlich für die Kulturraumförderung.

Das sächsische Kabinett hat in seiner Sitzung am 22. Januar 2019 beschlossen, die Mittel für bessere Einkommen der Beschäftigten von Theatern und Orchestern freizugeben. Hierfür sind in den nächsten vier Jahren bis einschließlich 2022 insgesamt 40 Mio. Euro vorgesehen, die im aktuellen Doppelhaushalt eingeplant sind.

Der Kabinettsbeschluss sieht einerseits die allgemeine Erhöhung der Landeszuweisungen für die Kulturräume (jährlich 3 Mio. Euro) und andererseits zusätzliche Strukturmittel (jährlich 7 Mio. Euro) für kommunale Theater und Orchester mit Haustarifverträgen vor. Der Freistaat unterstützt damit die Kommunen als Träger. Diese werden sich ihrerseits mit einem Eigenanteil in Höhe von 30 Prozent an der finanziellen Besserstellung ihrer Theater und Orchester beteiligen.

Fünf der insgesamt neun Einrichtungen in Sachsen können so die Tarife ihrer Beschäftigten auf 100 Prozent des aktuellen Flächentarifs anheben. Die weiteren vier Einrichtungen erreichen Tariferhöhungen zwischen 80 bis 95 Prozent des Flächentarifs.

Die Theater und Orchester verpflichten sich darüber hinaus, neben der Tarifsteigerung auch verschiedene zusätzliche Kulturangebote zu realisieren – vorwiegend außerhalb der Stammspielstätten der Einrichtungen. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf Veranstaltungen zur kulturellen Bildung für Kinder und Jugendliche. Als Beispiele seien u. a. genannt:

  • Theater Plauen-Zwickau: zusätzliche Klassenzimmeraufführungen
  • Mittelsächsisches Theater: ein neues Integrationsprojekt »Tandem«
  • Leipziger Sinfonieorchester: Steigerung der Schülerkonzerte von 25 auf 30 pro Spielzeit
  • Elblandphilharmonie: Steigerung der Zahl der Kinderkonzerte und Schulveranstaltungen um mindestens 10 Prozent
  • Deutsche Bläserakademie: zusätzliche interaktive Projekte zur Kinder- und Jugendförderung in Kindergärten, Kindertagesstätten und Förderschulen
  • Erzgebirgische Philharmonie und Eduard-von-Winterstein-Theater: Veranstaltung von »Partnerkonzerte« in Zusammenarbeit mit Bildungseinrichtungen und gemeinsam mit Laienmusikern
  • Gerhart Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau: zusätzliche mobile Produktionen in den Sparten Musiktheater, Schauspiel und Tanz sowie Schul- und Jugendkonzerte an dezentralen Spielorten
  • Städtische Theater Chemnitz: mehrere Kooperationsprojekte mit Schulen, unter anderem eine Schülerproduktion mit abschließender Aufführung im Opernhaus, das Projekt »Musik im Garten« sowie eine Zusammenarbeit mit der Kinderkomponistenklasse Dresden

Ich bin sehr froh, dass wir als Freistaat Sachsen die Träger der kommunalen Theater und Orchester unterstützen können, ihre Beschäftigten besser zu entlohnen. Ich sehe diese Hilfe auch als unsere Verantwortung und Ausdruck unserer Solidarität. Sie gewährleisten mit ihrer künstlerischen Arbeit, dass in der Fläche des Landes überall hochwertige kulturelle Angebote genutzt werden können. Das sorgt für eine hohe Lebensqualität und Zufriedenheit der Menschen jenseits der Großstädte. Ich danke allen, insbesondere den kommunalen Trägern, die mit 30 Prozent an der Einkommenssteigerung beteiligt sind.

(Dr. Eva-Maria Stange, Sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, am 22. Januar 2019)

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