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Sächsische Krankenhäuser nehmen digital Fahrt auf

Gesagt

Die Potenziale der Digitalisierung nutzen. (© rogerphoto - Adobe Stock)

Getan

Zusätzlich 20 Mio. Euro für Digitalisierung von Krankenhäusern im Freistaat.

Sachsens Krankenhäuser werden digitaler. Das bedeutet gleichzeitig: Mehr Zeit für Patienten dank Tablet und Software. Möglich macht das die Erweiterung der sächsischen Richtlinie zur Förderung der Digitalisierung im Gesundheitswesen (RL eHealthSax), die Anfang März 2019 vom sächsischen Kabinett verabschiedet wurde.

Demnach stehen für jedes nach Krankenhausgesetz förderfähige Krankenhaus der Regelversorgung jährlich 115.000 Euro bereit. Krankenhäuser der Schwerpunktversorgung erhalten rund 230.000 Euro und Krankenhäuser der Maximalversorgung erhalten rund 345.000 Euro. Mit diesen Mitteln können die Krankenhäuser technische Hilfsmittel wie medizinisch nutzbare Tablets und tragbare Geräte zur digitalen Übermittlung von Diagnoseparametern anschaffen oder auch den Datenverkehr mit Firewalls sichern.

Dank dieser neuen computertechnischen Hilfsmittel sollen Ärzte und Pflegepersonal bei organisatorischen und administrativen Prozessen Zeit einsparen können, die ihnen dann zusätzlich für die Patientenbetreuung zur Verfügung steht.

Mit der Novellierung der Richtlinie zur Förderung der Digitalisierung im Gesundheitswesen (RL eHealthSax) macht die Sächsische Staatsregierung den Weg frei für eine Ausweitung der Förderung von Krankenhäusern im Bereich der Digitalisierung. Neben der bereits bestehenden Projektförderung von 5 Mio. Euro pro Jahr stehen somit im Doppelhaushalt 2019/2020 jährlich zusätzlich 10 Mio. Euro für die digitale Ertüchtigung sächsischer Krankenhäuser zur Verfügung. Insgesamt sind im laufenden Doppelhaushalt damit 30 Mio. Euro eingeplant.

Das Thema »Digitalisierung im Gesundheitswesen« hat das Sächsische Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz 2018 mit der Informationskampagne »Vital Digital« aufgegriffen. Die Kampagne möchte die Menschen im Freistaat mit den wichtigsten Vorteilen der Digitalisierung im Gesundheitswesen vertraut machen.

Sachsen ist Vorreiter bei der Digitalisierung im Gesundheitswesen und will das auch bleiben. Wir haben durch die Alterung der Gesellschaft und den zunehmenden Bedarf an Fachkräften auch im medizinischen Bereich große Herausforderungen zu stemmen. Die Digitalisierung wird einen Arzt nicht ersetzen oder gute medizinische Strukturen nicht ersetzen und soll es auch nicht. Sie kann aber unterstützten und uns helfen, die medizinische Versorgung sicherzustellen, Prozesse zu vereinfachen und das Arzt-Patienten-Verhältnis zu stärken.

(Barbara Klepsch, Sächsische Staatsministerin für Soziales und Verbraucherschutz, am 5. März 2019)

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