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Digitalpakt bringt Schulen in Sachsen voran

Gesagt

Unser Ziel bis 2024: digital arbeitende Schulen mit schnellem Internet. (© dolgachov - iStock)

Getan

Sachsen fördert über die Richtlinie »Digitale Schulen« den Ausbau der digitalen Infrastruktur in Schulen.

Der Freistaat Sachsen will das Ziel einer auch digital arbeitenden Schule mit Zugang zum schnellen Internet bis 2024 erreichen. Jeder Schulträger im Freistaat kann daher Fördermittel für die Verbesserung der digitalen Infrastruktur beantragen.

Die digitale Infrastruktur von Schulen wird in Sachsen nach der Richtlinie »Digitale Schulen« gefördert. Insgesamt stehen dafür bis 2024 rund 250 Mio. Euro zur Verfügung. Davon kommen 225 Mio. Euro vom Bund und 25 Mio. Euro je zur Hälfte von Land und Schulträgern. Bis Ende Juni 2020 waren bei der Sächsischen Aufbaubank (SAB), die für das Bewilligungsverfahren zuständig ist, 285 Anträge im Umfang von 172 Mio. Euro eingegangen. 250 Anträge mit einem Volumen von 97 Mio. Euro waren davon bereits bewilligt.

Förderung für Schulen in ganz Sachsen

So übergab Sachsens Kultus-Staatssekretär Herbert Wolff beispielsweise am 6. Februar 2020 einen symbolischen Scheck über Fördermittel in Höhe von rund 1,5 Mio. Euro aus dem Digitalpakt an den Oberbürgermeister von Hoyerswerda, Stefan Skora. Mit den Geldern wird die digitale Infrastruktur an acht Schulen in der Großen Kreisstadt in der Oberlausitz verbessert.

Den Förderbescheid für die Stadt Glauchau überbrachte Kultusminister Christian Piwarz am 16. Juni 2020. Mit Digitalpaktmitteln in Höhe von rund 1,2 Mio. Euro wird dort die digitale Ausstattung von 5 Grundschulen, 5 Oberschulen, 5 Gymnasien und einem beruflichen Gymnasium erweitert.

Die Stadt Mittweida erhielt am 30. Juni 2020 knapp 800.000 Euro Fördermittel für die digitale Ausstattung öffentlicher Schulen. Mit dem Geld werden 3 Grundschulen, eine Oberschule und das Städtische Gymnasium digital aufgerüstet.

Gefördert werden vorrangig die digitale Infrastruktur in Schulen wie Verkabelung, Schulserver oder WLAN-Netzwerke. Aber auch die Anschaffung von interaktiven Tafeln und Displays sowie von weiteren Endgeräten wie Laptops, Notebooks und Tablets wird unterstützt. Wie die Fördermittel verwendet werden, wird zuvor durch die Schule im Medienbildungskonzept und Medienentwicklungsplan festgelegt. So wird dem »Primat des Pädagogischen« Rechnung getragen. Um die Medienbildung zu stärken, wurden zudem über 100 Fachlehrpläne überarbeitet; der Freistaat Sachsen sorgt außerdem für intensive Lehrerfortbildung in diesem Bereich.

Sachsen geht bei Umsetzung des Digitalpaktes Schule voran

Als erstes Flächenland hatte Sachsen im Mai 2019 eine Förderrichtlinie zur Umsetzung des Digitalpaktes Schule vorgelegt. Die in der Richtlinie »Digitale Schulen« ausgewiesenen Festbeträge ermöglichen es, für jedes Projekt die zu erwartende Fördersumme unkompliziert und ohne langwierige Prüfung von Planungsunterlagen zu ermitteln. Für jeden Schulträger im Freistaat steht dabei ein Schulträgerbudget zur Verfügung. Der Schulträger entscheidet frei, an welchen seiner Schulen die Fördermittel eingesetzt werden.

Der digitale Ausbau von Sachsens Schulen wird im neuen Schuljahr enorm an Fahrt aufnehmen.

(Herbert Wolff, Staatssekretär im Sächsischen Staatsministerium für Kultus, am 6. Februar 2020)

Schule digital

Schule digital: WLAN-Netzwerke, interaktive Tafeln, Notebooks und Tablets – einige Schulen aus Sachsen haben sich bereits auf den digitalen Weg gemacht. Wie die Digitalisierung ins Klassenzimmer kommt, wird im Video gezeigt. © Sächsisches Staatsministerium für Kultus

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