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Freistaat Sachsen beschließt den Aufbau eines zentralen Reservelagers für Schutzausrüstung

Gesagt

Wir unterstützen weiterhin die Feuerwehren, die Rettungsdienste und den Katastrophenschutz des Freistaates. (© Kzenon - Adobe Stock)

Getan

Es wird ein zentrales Reservelager für Schutzausrüstung aufgebaut.

Ein zentrales Reservelager für Schutzausrüstung soll im Freistaat Sachsen zukünftig dafür sorgen, dass Helfer im Krisenfall die notwendige Ausstattung zum Selbstschutz erhalten. »Die Covid-19-Pandemie zeigt deutlich, dass der Freistaat Sachsen einen Bestand an Schutzausrüstungen für unvorhergesehene Ereignisse vorhalten muss«, unterstreicht Innenminister Prof. Dr. Roland Wöller. »Eine solche strategische Reserve ist erforderlich, um im Zusammenwirken von Bund, Ländern, Kommunen und Einrichtungen des Gesundheitsdienstes eine Weiterverbreitung von Infektionen zu verhindern.«

Um eine wirtschaftliche und dauerhaft effiziente Betreibung des Reservelagers gewährleisten zu können, soll dieses mit dem Logistikzentrum des Polizeiverwaltungsamtes (PVA) zusammengeführt werden. Die vorzuhaltende Reserve soll ausreichen, um den vierwöchigen Bedarf in einer schweren Pandemie abzudecken. Sie dient der Versorgung von Rettungsdienst, Brand- und Katastrophenschutz, sowie der Krankenhäuser, der Gesundheitsämter und der Alten- und Pflegeheime im Freistaat Sachsen und der Bediensteten des Freistaates Sachsen.

Die Reserve soll zum Schutz vor Pandemien mit aerogener Übertragung (durch Tröpfchen/Aerosole, wie beim Coronavirus SARS-CoV-2) als auch mit Übertragung durch direkten Kontakt (Schmierinfektion wie bspw. bei Durchfallerkrankungen durch Noroviren, Rotaviren - weiterhin Typhus, etc.) eingesetzt werden.

Der Freistaat hat seine Hausaufgaben gemacht und Konsequenzen aus dem Mangel, der im Frühjahr beim Thema Schutzausrüstung herrschte, gezogen. Ich bin überzeugt davon, dass die Einlagerung und Verteilung von Schutzausrüstung mit einem zentralen Reservelager effizienter ablaufen wird. Wir wissen nicht, was im Rahmen der Pandemie noch auf uns zukommt. Umso wichtiger ist es daher, gut gerüstet zu sein.

(Petra Köpping, Staatsminister für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt am 29. Oktober 2020)

Unter Einbeziehung medizinischen Sachverstandes wurde folgender Bedarf im Falle einer Pandemie ermittelt, der dauerhaft vorzuhalten ist:

  • FFP2/KN95-Atemschutzmaske: ca. 400.000 Stück
  • FFP3-Atemschutzmaske: ca. 400.000 Stück
  • OP-Maske (Mund-Nase-Schutz, Einweg): ca. 5 Mio. Stück
  • Einweg-Handschuhe: ca. 30 Mio. Stück
  • Schutzkittel, Einweg: ca. 1 Mio. Stück
  • Schutzanzüge: ca. 450.000 Stück
  • Schutzbrillen: ca. 10.000 Stück
  • Vollgesichtsmasken: ca. 400.000 Stück
  • »Community«-Maske, Mehrweg: ca. 230.000 Stück
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