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Mit dem »Pakt für duale Ausbildung« gegen den Fachkräftemangel

Gesagt

Den Fachkräftebedarf für die Zukunft sichern.

Getan

Sachsens Staatsregierung und sächsische Wirtschaft unterzeichnen »Pakt für duale Ausbildung«.

Der Deckung des Fachkräftebedarfes wird auch in Zukunft eine große Herausforderung für den Wirtschaftsstandort Sachsen darstellen. Denn viele Branchen verzeichnen aktuell einen Fachkräftemangel. Die Sächsische Staatsregierung unternimmt nun einen weiteren Schritt, um den Bedarf an Fachkräften im Freistaat zu sichern. Dazu unterzeichnete sie gemeinsam mit der sächsischen Wirtschaft – vertreten durch die Handwerkskammern, die Industrie- und Handelskammern sowie die Vereinigung der Sächsischen Wirtschaft – am 2. April 2019 den »Pakt für duale Ausbildung«.

Dieser hat zum Ziel, die duale Ausbildung innerhalb des sächsischen Bildungssystems zu stärken. Mit der Erklärung betont die sächsische Staatsregierung den hohen Stellenwert der betrieblicher Ausbildungsformen und identifiziert sie als wesentliche Grundlage für die Sicherung des künftigen Fachkräftebedarfes im Freistaat. Die Staatsregierung und die sächsische Wirtschaft verpflichten sich dazu, die bisherigen Anstrengungen gemeinsam konsequent fortzuführen und die Zusammenarbeit bei zentralen Themen zu intensivieren.

Gemeinsam mit der Wirtschaft den Stellenwert der dualen Ausbildung erhöhen

Die Absichten fokussieren sich vor allem auf die Stärkung der Position von Oberschulen, die als wichtige Talenteschmieden des Freistaates angesehen werden. Die Bedeutung von Praktika und Praxisberatern bei der Berufsorientierung soll ebenso hervorgehoben werden wie die Wertschätzung der dualen Ausbildung in der Gesellschaft. Auch an Gymnasien soll umfassend über die betriebliche Ausbildung als reizvolle Alternative zum Studium informiert werden. Insbesondere bei der Planung des Berufsschulnetzes will die Staatsregierung in Zukunft enger mit wirtschaftlichen Akteuren zusammenarbeiten.

Eine erste konkrete Maßnahme zur Förderung der Attraktivität der dualen Ausbildung stellt die Einführung eines einheitlichen Bildungstickets für Auszubildende zum 1. August 2019 dar. Sächsische Azubis erhalten damit die Möglichkeit, öffentliche Verkehrsmittel kostengünstig und rund um die Uhr in ganz Sachsen zu nutzen.

Der »Pakt für duale Ausbildung« wurde von Ministerpräsident Michael Kretschmer, Wirtschaftsminister Martin Dulig, Kultusminister Christian Piwarz, Jörg Dittrich, Präsident der Handwerkskammer Dresden, Dieter Pfortner, Sprecher der sächsischen Industrie- und Handelskammern, und Jörg Brückner, Präsident der Vereinigung der Sächsischen Wirtschaft, unterzeichnet.

Wir wollen die bisherige Erfolgsgeschichte im Handwerk und in der Industrie fortschreiben. Ganz entscheidend dafür ist die Sicherung des Fachkräftenachwuchses und eine hochwertige duale Ausbildung. Gemeinsam mit der Wirtschaft werden wir als Staatsregierung bei diesem Thema noch enger zusammenarbeiten. Klar ist: Ob es um Investitionen in unsere Oberschulen geht oder das Bildungsticket für Auszubildende – der Freistaat handelt und wird die Rahmenbedingungen weiter verbessern.

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer am 2. April 2019

Die Frage, wie man Fachkräfte gewinnt und binden kann, ist längst zur zentralen Frage geworden. Dabei geht es für die sächsische Wirtschaft vor allem um Fachkräfte mit beruflicher Ausbildung. Wir werden in Zukunft noch deutlicher zeigen: Eine duale Berufsausbildung ist eine gleichwertige Alternative zum Studium. Wir müssen ein Umdenken in der Gesellschaft anstoßen, damit sich die große Bedeutung einer dualen Berufsausbildung für unsere Unternehmen auch in der öffentlichen Wahrnehmung widerspiegelt.

Martin Dulig, Sächsischer Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, am 2. April 2019

Mit der Erklärung nehmen Staatsregierung und sächsische Wirtschaft u. a. die Stärkung der Oberschulen, die Bedeutung von Praktika und Praxisberatern bei der Berufsorientierung sowie die Wertschätzung der dualen Ausbildung in der Gesellschaft in den Fokus. Auch an Gymnasien soll umfassend über die betriebliche Ausbildung als reizvolle Alternative zum Studium informiert werden. © Freistaat Sachsen

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