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Umwelt- und Naturschutz bei Sachsens Landwirten hoch im Kurs

Gesagt

Anerkennung für engagierte Landwirte – Erhalt von regionalen Gestaltungsspielräumen. (© Gligatron - iStock)

Getan

Förderung von Landwirtschaftsbetrieben, die freiwillig natur-, umwelt- und klimaschutzgerecht wirtschaften.

Fast 3.600 Landwirte nahmen in 2019 am sächsischen Agrarumwelt- und Naturschutzprogramm teil. Der Freistaat Sachsen zahlte dafür in 2020 knapp 41 Mio. Euro Agrarumweltprämie aus. Diese Förderung soll den erhöhten Aufwand oder den sich aus Verpflichtungen und Auflagen ergebenden Einkommensverlust der Betriebe ausgleichen. Antragsteller sind vorwiegend Landwirte, aber auch Umwelt- und Landschaftspflegeverbände oder Einzelpersonen.

Rund 43 Prozent der im Agrarumweltprogramm des Freistaates befindlichen Ackerfläche von insgesamt mehr als 54.000 Hektar werden mit dem Ziel bewirtschaftet, die biologische Vielfalt zu steigern. Bei einigen Vorhaben werden ausschließlich Pflanzenschutzmittel verwendet, die im ökologischen Landbau zugelassen sind. Düngemittel werden nicht oder stark eingeschränkt verwendet.

Biologische Vielfalt in Verbindung mit landwirtschaftlicher Produktion

Teile der Ackerflächen werden ganz aus der Produktion genommen. Sie bieten Insekten und Vögeln sowie anderen Wildtieren Lebensraum und Nahrung. Aber auch dort, wo landwirtschaftliche Produktion zugelassen ist, dienen die Umweltmaßnahmen der biologischen Vielfalt oder begünstigen die Vögel der Feldflur. Andere Vorhaben sollen die Belastung von Grundwasser und Oberflächengewässern verringern sowie Erosion mindern oder vermeiden.

Zudem werden auf knapp 58.000 Hektar Grünland Agrarumweltmaßnahmen durchgeführt. Sie zielen unter anderem darauf ab, artenreiche Magerrasen- und Offenlandbiotope zu erhalten oder Vorkommen gefährdeter Schmetterlingsarten zu schützen.

Finanziert werden die Maßnahmen aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER) und aus sächsischen Haushaltsmitteln auf Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtages beschlossenen Haushaltes. Die Förderung besteht zu 75 Prozent aus EU-Mitteln und zu 25 Prozent aus Landesmitteln. Drei Vorhaben werden vollständig aus EU-Mitteln finanziert.

Für Biene, Lerche & Co.: Landwirtschaft im Einklang mit der Natur auf dem Lehr- und Versuchsgut Köllitsch in Sachsen

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