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Verbesserte Arbeitsbedingungen für Erzieher und Lehrer in Sachsen

Gesagt

Damit sich mehr junge Leute für den Beruf des Erziehers entscheiden, werden wir Schüler ab dem Schuljahr 2020/21 in der Erzieherausbildung vom Schulgeld befreien. (© monkeybusinessimages - iStock)

Getan

Neues Gesetz stärkt Bildung in Sachsen und erhöht die Attraktivität von Berufen im Bildungswesen.

Sachsen bekommt ein Bildungsstärkungsgesetz. Einen entsprechenden Gesetzentwurf gab die Staatsregierung im Juni 2020 zur Anhörung frei. Um sowohl die frühkindliche als auch die schulische Bildung zu stärken, plant das Kabinett mehrere Rechtsgrundlagen zu ändern. Vor allem sollen die Attraktivität des Erzieherberufes erhöht und der Bedarf an gut ausgebildeten pädagogischen Fachkräften in der frühkindlichen Bildung besser gedeckt werden.

Die freien Schulträger sollen ab dem Schuljahr 2020/2021 eine höhere staatliche Finanzzuweisung erhalten, wenn sie auf die Erhebung von Schulgeld gänzlich verzichten. Auszubildende im Erzieherberuf müssen dann kein Schulgeld mehr zahlen. Dazu wird die Erzieherausbildungszuweisungsverordnung geändert.

Fachkräftemonitoring zur Einschätzung der Bedarfe

Neu eingeführt wird ein landesweites Fachkräftemonitoring für die frühkindliche Bildung. Es wird in das Gesetz über Kindertageseinrichtungen aufgenommen: Die Träger von Kindertageseinrichtungen sollen zusätzliche Daten erheben, um perspektivisch besser den Bedarf an Erzieherinnen und Erziehern einschätzen zu können. Das Fachkräftemonitoring ist Teil der »Fachkräftestrategie frühkindliche Bildung 2030«.

Assistenzkräfte werden zukünftig nicht mehr nur in den Krippen, sondern auch in Kindergärten und Horten eingesetzt. Das sichert den Personalbedarf und erleichtert den Aufbau von multiprofessionellen Teams. Schulassistenten werden künftig ausdrücklich als Landesbedienstete im Schulgesetz verankert. Das soll den Einsatz von Schulassistenten in Schulen fördern. Damit wird diese neue Berufsgruppe auch gesetzlich näher definiert.

Ziel ist es, sowohl die frühkindliche als auch schulische Bildung zu stärken.

(Christian Piwarz, Sächsischer Staatsminister für Kultus, am 3. Juni 2020)
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